Titelbild Regattas

Weltmeisterschaft der Starboote 04.09. - 11.09.2021

Die Weltelite des Starboot-Segelns traf sich vergangene Woche in Kiel zur 99. Weltmeisterschaft. Insgesamt waren 83 Mannschaften aus 18 Nationen am Start. Das Feld war gespickt mit zahlreichen Welt- und Europameistern sowie Medaillengewinnern und Teilnehmern bei olympischen Spielen. Mittendrin in diesem Profifeld war auch der Überlinger Hubert Merkelbach und sein Vorschoter Kilian Weise, die ihre Vormachtstellung in Deutschland unterstreichen wollte.

Zum Auftakt lief es zunächst nicht gerade gut, denn an den ersten beiden Tagen konnte gar nicht gesegelt werden. Am dritten Wettkampftag dann die erste Wettfahrt bei Leichtwind und schweren Bedingungen. Rang 17 war alles andere als ein perfekter Start. Doch die amtierenden deutschen Meister und Vize-Europameister zeigten danach ihre Klasse. Mit den Plätzen sieben, fünf und drei in den folgenden Wettfahrten zeigten Hubert Merkelbach und Kilian Weise, dass sie zur absoluten Weltspitze gehören.

Die fünfte Wettfahrt stand dann erneut unter keinem guten Stern für das deutsche Team. Erneut gab es äußert schwierige Leichtwind-Bedingungen. Dass die beiden damit so ihre Schwierigkeiten hatten, zeigte ein 23. Platz. Damit war klar, dass Rang 17  in der ersten Wettfahrt in die Wertung kommen würde und ein Platz ganz vorne nicht mehr möglich war. Doch das Feld zwischen Platz vier und zehn lag vor der sechsten und letzten Wettfahrt sehr eng zusammen.  

Merkelbach/Weise wollten ihren neunten Platz unbedingt noch verbessern und schafften es mit Rang fünf eindrucksvoll. Zunächst wurden sie auf Platz sechs in der Abschlussliste geführt. Titelverteidiger und absoluter Top-Favorit Mateusz Kusznierewicz wurde zunächst wegen eines Frühstarts disqualifiziert. Ein Protest des Polen hatte allerdings überraschenderweise Erfolg, so dass er schließlich noch Fünfter wurde. Damit rutschte das beste deutsche Team auf Rang sieben.

„Wir sind mit dem Abschneiden absolut zufrieden“, resümiert Hubert Merkelbach. „Die Segler vor uns sind alle Profis und äußerst erfolgreiche Segler.“ Die Regattabahn war äußerst anspruchsvoll, denn eine Kreuz hatte mehr als vier Kilometer Länge. „Eine Wettfahrt dauerte bis zu zweieinhalb Stunden“, so der Überlinger. „Das ging schon an die Substanz und war einer Weltmeisterschaft durchaus würdig.“    

Nach dem erfolgreichen Saisonhöhepunkt für Hubert Merkelbach und Kilian Weise wartet nun noch der Saisonabschluss Anfang Oktober. Dann startet das Duo bei der italienischen Meisterschaft. 

Von Reiner Jäckle