Titelbild Regattas

Möhnesee 12.10. -13.10.2019

4. Event der Deutschen Junioren Segel-Liga 2019

Wir alle haben uns auf das letzte Event der Junioren Liga am Möhnesee besonders gefreut. Unser Ziel war die Gesamtwertung der Liga zu gewinnen. Natürlich mussten wir dafür alles abliefern, weil klar war, dass der Flensburger Segel-Club, genauso wie wir, auch unbedingt gewinnen wollte. Die Flensburger waren nur ein Punkt vor uns. Das hieß wir müssten mindestens ein Platz vor ihnen am Möhnesee sein. Das war der Plan.

Als wir am Freitag endlich ankamen, gingen wir noch einmal auf das Wasser, um uns nochmal aufeinander einzustellen und das Revier kennen zu lernen. Für uns war der Möhnesee ein neues Revier. Der See ist ein Stausee im Sauerland in Nordreinwestfalen. Da der See eher eine flussähnliche Form hat und nicht so groß ist, gibt es dort viele unerwartete Dreher. Nachdem wir also das Revier getestet hatten und noch ein paar Manöver gefahren waren, gingen wir noch mit ein paar Freunden essen und nachdem wir unsere wunderschöne Wohnung bezogen hatten, freuten wir uns auf den ersten Wettkampftag.

Am Samstag hatten wir nach der Eröffnung und Steuermannsbesprechung noch etwas Zeit, da wir den letzten Start im ersten Flight hatten. Nachdem es im ersten Rennen schon einen großen Crash gegeben hatte und es deshalb länger gedauert hatte, saßen wir endlich auf dem Schiff. Wir zogen noch einmal den Gennacker hoch und bereiteten uns auf den Start vor. Der Wind kam aus Süd-West mit einer Stärke von ca. 10-16kn. Dazu schien die Sonne; Genau unsere Bedingungen. Uns gelang ein solider Start am Startschiff. Nach der ersten Kreuz rundeten wir gemeinsam mit dem Bayrischen Yacht Club (Team eins) die Luvtonne auf Platz 1. Nach dem wir einen besseren Gennacker Set gemacht hatten als die Bayern, konnten wir sie auf dem Vorwind hinter uns bringen und rundeten vor ihnen die Leemarke.

Im Anschluss konnten wir sie auf Abstand halten und gewannen das Rennen. Somit gelang uns ein solider Start in die Regatta. Nachdem wir zwei Rennen an Land warten mussten, hatten wir ein Doppelrennen. Wir konnten beide Rennen gewinnen. Anschließend flaute der Wind immer mehr ab, da eine dichte Wolkenschicht aufzog. Die letzten zwei Rennen beendeten wir mit Platz 2 und 3. Mit den drei Siegen und Platz 2 und 3 führten wir am Ende des Tages mit einem hauchdünnen Vorsprung. Am Abend stand der „Bayrische-Abend“ an. Es gab ein leckeres Buffet.

Am Sonntag war wieder schönes Segel Wetter angesagt: Sonnenschein mit 18-22kn. aus Süd. Leider gab es am Morgen erstmal Regen. Glücklicherweise verzog sich dieser, sobald wir aufs Wasser gingen. Wir hatten den ersten Start. Nachdem wir das Schiff aufgebaut und kontrolliert hatten, verließen wir den Hafen und segelten uns ein. Es war zunächst nichts von dem vielen Wind zu spüren. Der Start ging bei uns ziemlich daneben. Wir mussten kringeln. Anschließend fuhren wir auf die linke Kreuzseite. Wie sich zeigte die falsche Seite. An der Luvtonne misslang uns zu allem Überfluss auch noch der Gypeset. Wir waren erstmal letzter. Ziemlich schlecht. Es war aufholen angesagt. Nach dem ersten Downwind waren wir am Leegate mit den anderen Schiffen wieder gleich auf. Die zweite Kreuz segelt wir weiter über rechts und nahmen die Dreher besser mit.

Bis zur Luvtonne hatten wir bereits drei Boote hinter uns gebracht. Auf dem anschließenden letzten Downwind konnten wir leider keine Schiffe mehr holen. Wir beendeten das Rennen auf Platz 6. Es war ein schlechter Einstieg in den Tag. Aber auch viele anderen Teams, die auf den Topplätzen waren, segelten ein schlechtes Ergebnis im ersten Rennen. Es war also noch alles offen. Im nächsten Rennen wurden wir dritter. Danach vierter. Jetzt wurde es eng. Wir waren mittlerweile auf Platz 4. Die Flensburger waren gut gesegelt und auf Platz 1. Es war klar, wir müssten das nächste Rennen wirklich gut segeln. Leider handelten wir uns einen Frühstart ein, den wir nicht bereinigten. Somit war jetzt endgültig klar, dass wir nicht mehr gewinnen konnten. Im letzten Rennen wurden wir zweiter. Ein positiver Abschluss. Wir waren an dem Tag nicht richtig in Form gewesen. Schlussendlich beendeten wir das letzte Event auf Platz 5.

Wir konnten uns über den zweiten Platz in der Gesamtwertung freuen. Hinter den Flensburgern die souverän gewannen. Platz drei in der Gesamtwertung wurde der Bayrische Yacht Club (Team eins). Für Konstantin, Tom und Patrick war es die letzte Regatta im Junioren Bereich, da sie im nächsten Jahr zu alt sind. Finn darf nächstes Jahr wieder angreifen. Für uns alle war es ein schöner Abschluss, auch wenn das Ergebnis etwas besser hätte ausfallen können.

Das Event konnte der Bayrische Yacht Club (Team zwei) gewinnen. Zweiter wurde der Flensburger Segel Club. Platz Drei belegte der Bayrische Yacht Club (Team eins).